Führungskräfte, Theolog*innen und Vertreter*innen der Basis aus der gesamten weltweiten Gemeinschaft kamen diese Woche in Jakarta zur Konsultation „Den Kreis erweitern“ zusammen, einem dreitägigen Prozess, der von der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) organisiert wurde. Die vom 18. bis 20. März 2026 stattfindende Konsultation war ein wichtiger Schritt bei der Gestaltung des strategischen Planungsprozesses der Gemeinschaft durch partizipativen Dialog und inklusive theologische Reflexion.
Jeden Tag durch Bibelstudium und Gebet geprägt, schuf die Konsultation neben der strukturierten Planung einen Rhythmus der Entscheidungsfindung.
Die Konsultation bestand aus thematischen Vertiefungen, die die Bandbreite der Anliegen widerspiegelten, die das weltweite reformierte Zeugnis prägen. Sitzungen zu Gender, Sexualität und dem Körper brachten Theolog*innen zusammen und unterstrichen die Dringlichkeit inklusiver theologischer Rahmenkonzepte, die auf gelebte Realitäten reagieren. Spätere Sitzungen erweiterten die Diskussion auf Mission, Ökologie, indigene Stimmen, feministische Theologie, Behinderung und Stimmen der Jugend und hoben intersektionale Ansätze für Gerechtigkeit und Zugehörigkeit innerhalb der Kirche hervor.
Am letzten Tag standen Versöhnung, interreligiöse Beziehungen und Migration im Mittelpunkt – Themen, die im globalen Kontext der Gemeinschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit, dass Kirchen in zersplitterten Gesellschaften als Friedensstifterinnen agieren.
Während der gesamten Konsultation reflektierten die Teilnehmenden über Schlüsselthemen und schlugen umsetzbare Wege für die Zukunft vor, die in die laufende strategische Entwicklung der WCRC einfließen werden.
Ein wiederkehrendes Thema war der Aufruf, über abstrakte Sprache hinauszugehen und zu verkörperten, intersektionalen Ansätzen überzugehen, die die Stimmen marginalisierter Gemeinschaften in den Mittelpunkt stellen.
Zum Abschluss der Konsultation forderten die Teilnehmenden horizontale, nicht-hierarchische Beziehungen, die auf gemeinsamem Engagement beruhen. Sie betonten die Bedeutung von freudvollem Widerstand, insbesondere in marginalisierten Gemeinschaften, und kritisierten performative Inklusion – wie beispielsweise Checklisten zur Barrierefreiheit, die tiefere Fragen der Einstellung und Zugehörigkeit ignorieren.
Die Ergebnisse von „Widening the Circle“ werden in die laufende Entwicklung des strategischen Rahmens der WCRC einfließen und sicherstellen, dass Stimmen aus allen Regionen, Identitäten und Erfahrungswelten nicht nur gehört, sondern in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Konsultation sprach sich dafür aus, den Tisch abzubauen und einen neuen zu errichten, an dem alle eingeladen sind und einen Platz am Tisch des Herrn haben. (Übersetzung mit DeepL)
