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Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) veranstaltete einen inspirierenden Informationsbesuch in der Mahachol-Kirche in Chiang Mai und lud die Teilnehmer ein, über Beharrlichkeit in Liebe und Einheit aus der Perspektive des protestantischen Zeugnisses in Thailand nachzudenken.

Pfarrer Dr. Charoensirata Chitsakdanon, Pastor der Mahachol Chiang Mai Kirche und Mitglied des protestantischen Koordinierungskomitees von Chiang Mai, eröffnete die Sitzung mit einem Rückblick auf die zweihundertjährige Geschichte der protestantischen Kirche in Thailand.

„Seit fast zweihundert Jahren wächst das Evangelium in Thailand still, aber kraftvoll“, sagte er. „Durch die Bewegung Love Thailand 111 und die Zusammenarbeit der protestantischen Kirchen teilen wir nun eine gemeinsame Vision: eine Million Christen, 10.000 Kirchen und 10.000 Pastoren bis 2028 zur Feier von 200 Jahren protestantischem Zeugnis.“

Interkultureller Dialog und gemeinsame Zeugnisse

Zu den Diskussionsteilnehmern gehörten Rev. Dr. Prapan Nawrat und Rev. Amorn Sarasamut vom Protestantischen Koordinierungskomitee Thailands sowie Miss Esra Long, eine ausländische Leiterin der Mahachol Chiang Mai Church. Sie berichteten, wie sich die interreligiöse Harmonie in Thailand von der Verfolgung in anderen Kontexten, wie beispielsweise Indonesien, unterscheidet.

„Thailand ist kein Land der Verfolgung, sondern ein Land des Friedens und der Hoffnung“, bemerkte Rev. Nawrat.

Rev. Theodosius Keliat von der GBKP (Indonesien), Prof. Dr. Heleen E. Zorgdrager von der Protestantischen Theologischen Universität (Amsterdam) und Rev. Dr. Kadarmanto Harjowasito (Indonesien) gaben kritische Reflexionen und stellten Fragen zur Widerstandsfähigkeit des Glaubens in Zeiten der Unterdrückung.

Pfarrer Harjowasito antwortete nachdenklich: „Der Schlüssel liegt nicht darin, die Gemeinschaft zu meiden, sondern treu in ihr zu leben – fest in Christus zu bleiben und gleichzeitig die Menschlichkeit anderer anzunehmen.“

Befähigung junger erwachsener Führungskräfte

In einer überzeugenden Ansprache lenkte Rev. Virdo Manurung von Huria Kristen Indonesia die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen, denen junge Christen in Minderheitskontexten gegenüberstehen.

„Da sich weniger als 1 % der thailändischen Bevölkerung als Christen bezeichnen, müssen junge Gläubige heute als Führungskräfte anerkannt werden, nicht nur als Führungskräfte von morgen“, sagte er.

Als Antwort darauf skizzierte Rev. Dr. Chitsakdanon das dreistufige Führungsmodell der CMPCCC – Zugehörigkeit, Glaube, Werden –, das junge Erwachsene von der Integration bis zur Führungsrolle begleitet.

„Wir beginnen damit, jungen Menschen das Gefühl zu geben, dass sie zur Kirche gehören, stärken dann ihren Glauben durch Studium und Jüngerschaft und rüsten sie schließlich dafür, Führungskräfte zu werden, die bereit sind zu dienen“, erklärte er.

Konfrontation mit modernen Sektenbewegungen

Dr. Lim Kar Hor, Generalsekretär der Presbyterianischen Kirche Malaysias, hob aufkommende Sektenbewegungen hervor, die sich an junge Christen richten, wie Eastern Lightning (Kirche des Allmächtigen Gottes), Manmin Church, IYF (Good News), Ahn Sang Hong (Kirche der Mutter) und Shincheonji (New Heaven).

Er betonte, dass „eine fundierte Theologie und pastorale Begleitung nach wie vor die stärkste Verteidigung der Kirche sind“.

Ein Aufruf zu beständigem Glauben und erneuerter Einheit

Die Sitzung endete mit der gemeinsamen Bekräftigung, dass Liebe und Einheit nicht nur spirituelle Tugenden sind, sondern lebendige Verpflichtungen für die globale reformierte Familie.

Pfarrer Dr. Chitsakdanon schloss mit einer eindringlichen Botschaft: „Die Kirche und die jungen Erwachsenenführer müssen ihren Worten Taten folgen lassen, mit Liebe, Einheit und der Überzeugung, den Missionsauftrag zu erfüllen.“

Anmerkung: Verfasst von Pfarrer Virdo Manurung, der als Kommunikationsbeauftragter für die WCRC-Generalversammlung 2025 tätig ist.

Übersetzung mit DeepL